03.09.2019

ab 14:00

Eintreffen der Teilnehmer

Tagesmoderation: Friederike Lina Schüler

 

15:00

Begrüßung

Dr. Anja Zimmer, Direktorin mabb | Bert Lingnau, Direktor MMV | Jochen Fasco, Direktor TLM

Die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und die Direktoren der Landesmedienanstalten Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen eröffnen den fünften Lokal-TV-Kongress. Sie blicken auf das Programm der letzten Jahre und die Zusammenarbeit zurück: Welche Themen konnten angestoßen werden? Welche Herausforderungen liegen noch vor uns?

15:30

Begrüßung

Thomas Kralinski, Bevollmächtiger des Landes Brandenburg beim Bund und Medien-Staatssekretär

 

15:40

Lokalsport im lokalen Fernsehen - Elfer oder Eigentor?

Keynote:

Dr. Steffen Wenzel, Hartplatzhelden

„Fußball gehört allen.“ Das Gründungsmitglied von Hartplatzhelden berichtet über die Idee, Lokalfußball für alle zugänglich zu machen. Wie kann das funktionieren und welche rechtlichen Fragen gilt es, dabei zu beachten?

 

Panel:

Torsten Haverland, Geschäftsführer vom Landesportbund M-V | Dr. Steffen Wenzel, Hartplatzhelden | Max Merkel, Greifswald TV Inside Sport | Uwe Saegeling, Vereinspräsident HC Elbflorenz

Moderation: Norman Baumgartner

Lokalsport ist identitätsstiftend und verbindet. Er ist Gesprächsthema für den Gartenzaun und lukratives, willkommenes Format im lokalen Fernsehen – oder? Bei vielen Lokal-TV-Veranstaltern herrscht Unsicherheit, über welche Sportereignisse berichtet werden darf und wem die Übertragungsrechte gehören. Außerdem: Einfach Draufhalten kann jeder.

Wie kann Lokal-TV lokalen Sport gewinnbringend, spannend und informativ anbieten, ohne dass dafür zu viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt werden müssen? Welche Sportarten bieten sich für eine gewinnbringende, spannende und informative Berichterstattung an? Mit welchen Akteuren kann Lokal-TV zusammenarbeiten und kooperieren?

 

16:45

Pause

 

17:15

Lokale Medien in der Abhängigkeit? Zwischen kritischer Berichterstattung und Gefälligkeitsjournalismus

Panel:

Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister von Stralsund | Malte Krückels, Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaates Thüringen beim Bund | Bärbel Romanowski-Sühl, Medienrat mabb | Mike Langer, Altenburg TV | Jost Müller-Neuhof, Tagesspiegel

Moderation: Friederike Lina Schüler

Von der Europawahl, über Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen bis hin zu Kreistagswahlen – 2019 ist ein politisches Jahr. Doch nicht nur im Umfeld von Wahlen wollen die Bürgerinnen und Bürger über politische Entscheidungen in ihrem unmittelbaren Umfeld, deren Begründungen und mögliche Auswirkungen informiert werden. Lokaljournalismus hat die Aufgabe, den Menschen vor Ort kontinuierlich ausgewogene Themen, auch die komplizierteren zu präsentieren und verständlich zu machen. Das forderte auch Brandenburgs Medienstaatssekretär Thomas Kralinski auf dem Lokal-TV-Kongress 2018: Lokal-TV müsse vermehrt politische Diskussionen vor Ort abbilden – „auch wenn es mal weh tut“.

Viele Lokal-TV-Veranstalter scheuen jedoch die kritische Berichterstattung, den Konfrontationskurs mit Politik und anderen Akteuren innerhalb der Kommunen. Sie befürchten Interviewabsagen und heftige Kritik aus dem lokalen Umfeld. Wo liegt hier die Schmerzgrenze? Wie kann Lokal-TV weiterhin unabhängig, ausgewogen und gleichzeitig kritisch berichten?

 

18:15

Pause

 

18:30

Programmbörse

Lokal-TV-Macherinnen und Macher präsentieren im Rahmen der Programmbörse aktuelle Formate, Magazine und Spezialsendungen sowie gewinnbringende Kooperationen mit anderen Medien und technische Innovationen.

 

19:30

Grillbuffet | Get-together


04.09.2019

Tagesmoderation: Friederike Lina Schüler

 

09:00

Begrüßung

Martin Heine, Direktor MSA |  Prof. Dr. Markus Heinker, SLM

 

09:20

Vernetzt, digital, smart – lokale Medienlandschaft von morgen

Vorträge:

Daniela Singhal, Projektleiterin "Wir zu Lande" | Philipp Wilimzig, ikusei GmbH

Sascha Devigne, STUDIO 47

Dass Medien kooperieren, um gemeinsam mehr lokale Themen abdecken oder leichter Werbekunden akquirieren zu können, ist kein Geheimnis. Dass einzelnen Redaktionen bei der Koordination gemeinsamer Projekte nicht selten Geduld abverlangt wird, auch nicht. Gemeinschaftsformate produzieren sich schließlich nicht von alleine. Die Vernetzung von Medienunternehmen muss jedoch nicht nur inhaltlicher oder finanzieller Natur sein. Die Impulsvorträge zeigen, wie fruchtbar Networking mit anderen Medien sein kann, ohne dass die Medienvielfalt durch zu starken redaktionellen Austausch eingeschränkt werden muss.

Im Rahmen des Projekts „Smart-Village“ werden neue Möglichkeiten erprobt, wie ein lokales Medienangebot im ländlichen Raum durch digitale Technologien unterstützt und die Medienvielfalt vor Ort gestärkt werden kann. Eine App soll die Auffindbarkeit von lokalen Informationen erleichtern und Synergie-Effekte schaffen. Am Ende profitieren vor allem die Menschen vor Ort davon. Alles nur Idealismus oder kann das funktionieren?

STUDIO 47 hat sich in den vergangenen Jahren ein dichtes Netzwerk von Partnern anderer Medien und aus dem Kultur- und Freizeitbereich aufgebaut, das für Kooperationen, Promotion und Gattungsmarketing genutzt wird. Diese Zusammenarbeit hilft vor allem bei der Markenbildung und Distribution, denn für klassische Eigenwerbung gibt es bei den meisten lokalen TV-Sendern kein Budget.

 

 

10:00

 

 

Workshop 1

Lokal-TV-Macher von morgen – Zeit für ein neues Berufsbild

Ulrike Beckmann, UM.tv | Michael Assenmacher, DIHK | Kathrin Konyen, stellv. Bundesvorsitzende DJV

Moderation: Dr. Anna Luise Kiss, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Viele Lokalsender bilden Mediengestalter und Mediengestalterinnen aus. Die Auszubildenden lernen den Umgang mit Kamera, Licht, Ton und Regie. Im Redaktionsalltag mit dünner Personaldecke  müssen die Auszubildenden  jedoch nicht selten  journalistische Tätigkeiten wie Recherchieren und Texten übernehmen. Tätigkeiten, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung nicht theoretisch erlernen.

Ist Mediengestaltung für Lokal-TV-Macherinnen und –Macher vor diesem Hintergrund noch eine zeitgemäße Ausbildung? Bedarf es eines neuen Berufsbildes mit stärkerem Fokus auf journalistische Tätigkeiten? Oder sollten sich Lokal-TV-Veranstalter zukünftig mehr um ausgebildete Journalistinnen und Journalisten bemühen?

Workshop 2

Aktive Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt – Rechtliche Möglichkeiten und Grenzen

Dr. Jörg Ukrow, Institut für Europäisches Medienrecht | Dr. Marietta Eisenhauer, Staatskanzlei Brandenburg

Die vordigitalen Medien stecken in der Krise. Reichweiten gehen zurück und gerade das jüngere Publikum wendet sich alternativen Online-Medien zu, die mit neuen Modellen und nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Nutzung als neue Konkurrenz auf den Werbemarkt drängen. Auch Lokalfernsehen ist hiervon betroffen und steht wirtschaftlich immer mehr mit dem Rücken zur Wand. Die technischen Reichweiten im Kabel sind rückläufig, die Vermarktung ist grundsätzlich schwierig, Reichweitenmessungen aufwändig und teuer.

Vor diesem Hintergrund beauftragte die TLM in Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei im Frühjahr 2018 das Institut für Europäisches Medienrecht e. V. (EMR) mit der Erstellung eines Rechtsgutachtens zur Frage der aktiven Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt. Wie sieht die Gesetzeslage aus und an welchen Stellschrauben kann noch gedreht werden?

 

Einen ersten Schritt im Sinne der Studie haben die Länder Brandenburg und Berlin getan: Sie haben die Novellierung des Medienstaatsvertrags auf den Weg gebracht und wollen damit  insbesondere das Angebot regionaler und lokaler Inhalte stärken. Mit der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen können erstmalig auch Programminhalte, die einen Beitrag zur lokalen und regionalen Informationsversorgung leisten, durch Mittel Dritter gefördert werden, bspw. durch Landesmittel. Wie kam es dazu? Welche Entwicklungen waren maßgebend für diesen Impuls?"

 

 

 

10:45     Pause

11:15    

 

 

Workshop 3

Mobile Reporting – Mehr als nur Draufhalten

Matthias Sdun, SDUN.net

Dank des Smartphones können Journalistinnen und Journalisten mobil, schnell und mit leichtem Equipment vom Ort des Geschehens berichten. Social Media ermöglicht es, die Zuschauerinnen und Zuschauer unkompliziert mit Voxpops, Livestreams und Reportagen, in Form von Stories, zu erreichen.

Aber auch Mobile Reporting will gelernt sein. Über welche Skills muss ein Lokal-TV-Reporter/eine Lokal-TV-Reporterin verfügen, um mit dem Smartphone kompetent live zu berichten?

Workshop 4

Zuschauer im Netz - Was können Lokal-TVler von YouTubern lernen?

Alexander Rihl, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf | Nadine König, Talent und Network Manager Webedia Group

Das Fernsehen ist tot. Lang lebe das Fernsehen. Doch wenn der YouTuber Rezo mit einem politischen Beitrag von bisher ungewöhnlicher Länge von 54 Minuten auf der Plattform, innerhalb von zwei Wochen über 14 Millionen Klicks erzielt, könnte das Fernsehen möglicherweise noch aufholen. Quoten von 14 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern haben bislang nur Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Und Rezo ist kein Einzelfall.

Wie machen die YouTuber, die Influencerinnen das? Und wie könnte sich Lokalfernsehen etwas von diesem Reichweiten-Kuchen abschneiden? Gibt es ein Erfolgsrezept?

 

12:00

Ko-Operation am offenen Herzen - Zusammenarbeit und die Risiken für die Medienvielfalt vor Ort

Panel:

René Falkner, Vorstand Bundesverband Lokal-TV | Horst Röper, Formatt Institut | Sabine Schicketanz, Potsdamer Neueste Nachrichten

Moderation: Dr. Anna Luise Kiss, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

Lokal-TV-Veranstalter sind Unternehmer und auf ein intaktes Werbeumfeld angewiesen. Gerade in strukturell schwachen Regionen fehlen jedoch oft die wirtschaftlichen Grundlagen. Das wirkt sich auch auf die lokale Medienlandschaft aus. Es ist eine Herausforderung, interessantes, ausgewogenes, lokales Programm zu gestalten, wenn der lokale Rückhalt immer geringer wird. Zusammenschlüsse von Medienunternehmen können helfen. Gemeinsam kann der Werbemarkt besser  erschlossen werden. Doch auch diese Medaille hat zwei Seiten: Denn mit einer solchen Fusion kann auch ein redaktionell eigenständiges Medium von der Bildoberfläche verschwinden, die Medienvielfalt im ländlichen Raum abnehmen. Was bedeutet es für lokale Medienunternehmen, die sich nicht mehr refinanzieren können? Sollen sie aufgeben? Und was ist das geringere Übel für die Bürgerinnen und Bürger? Medienarmut und weniger Lokalinformationen oder potenzielle Meinungsmonopole?

 

13:15

Imbiss | Get-together