Pressemitteilung: Innovative Verbreitungswege – neue Vermarktungsformen – kreatives Programmangebot

 

Lokal-TV-Kongress diskutiert Strategien von Lokaljournalismus für mehr Aufmerksamkeit im digitalen Wettbewerb
Berlin, 26. September 2018. Vertreter aus Lokalfernsehen, Medienpolitik und Regulierung haben beim vierten Lokal-TV-Kongress der Landesmedienanstalten aus Berlin-Brandenburg (mabb), Mecklenburg-Vorpommern (MMV), Sachsen-Anhalt (MSA), Thüringen (TLM) und Sachsen (SLM) in Potsdam unter dem Titel „Smartes Lokal-TV – Neue Wege der Vermarktung“ über digitale Werbeformen, innovative Programmstrategien und Kooperationsmöglichkeiten für Lokal-TV diskutiert. Im Fokus stand die Frage, wie lokale Bewegtbildangebote mehr Aufmerksamkeit im digitalen Wettbewerb erzielen können. „Wir sind uns einig, dass Lokal-TV ein wichtiger Teil der lokalen und regionalen Medienlandschaft ist“, so mabb-Direktorin Dr. Anja Zimmer. „Gleichzeitig hat die Digitalisierung neue Player in diese Landschaft gebracht. Anbieter von Lokaljournalismus brauchen kreative, crossmediale Strategien, um weiterhin die Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen. In ihrem Programmangebot genauso wie in ihrer Vermarktung.“


Auch Bärbel Romanowski-Sühl, Mitglied des Medienrats der mabb, appellierte an die Sendervertreter, noch mehr auf sich aufmerksam zu machen und dabei auch auf die Politik zuzugehen: „Viele Politikerinnen und Politiker wissen oft nicht genau, was die Lokal-Sender vor Ort leisten, daher muss man es ihnen noch mehr zeigen.“


Die Sender sollten vermehrt politische Diskussionen vor Ort abbilden, um den Bürgerinnen und Bürgern die lokale Politik transparent zu machen, forderte auch Brandenburgs Medienstaatssekretär Thomas Kralinski – „auch wenn es mal weh tut“. Das Interesse an lokalen Nachrichten sei jedenfalls groß und das stelle eine gute Grundlage für Lokal-TV-Macher dar. Zugleich ermutigte Kralinski dazu, auch neue Angebotsformen und Verbreitungswege zu nutzen und auszuprobieren. So habe er gerade eine Kooperationsvereinbarung mit Bad Belzig unterzeichnet. Gefördert von der Staatskanzlei will man dort im Rahmen des von der mabb initiierten Projekts Smart Village lokale Informationen und digitale Services in einer App verbinden und einen echten Mehrwert für die Bürger im ländlichen Raum bieten.


Programmbörse zeigt technische und inhaltliche Innovationen der Sender
Dass viele Lokal-TV-Anbieter den Weg ins digitale Zeitalter schon eingeschlagen haben, zeigte die Programmbörse. Hier wurden Beiträge, Formate, experimentelle Projekte und technische Lösungen präsentiert. In weiteren Vorträgen und Workshops standen neue Vermarktungsmöglichkeiten, technische Entwicklungen über HbbTV und „addressable programming“ auf dem Programm.